Bronzeakt, k.A.
Bronze
Masse: 10.00 x 8.50 x 7.00 cm
Katharina Bierreth-von Hartungen (*1965 in Innsbruck) ist eine Bildhauerin und bildende Künstlerin, die seit 2001 in Mauren im Fürstentum Liechtenstein lebt und arbeitet. Sie erwarb das eidgenössische Diplom HF Bildende Kunst in St. Gallen und ist Vorstandsmitglied der Visarte Liechtenstein. Ihre Werke sind in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter die Kulturstiftung Liechtenstein. Bekannt wurde sie u. a. durch die Realisierung eines lebensgroßen Bronzesteinbocks und zweier Kitze im Wildpark St. Gallen (2017) sowie als Gewinnerin des Projekts „Gedenkstätte für Sternenkinder" in Vaduz (2016).
Bierreth-von Hartungens künstlerisches Schaffen umfasst Skulptur, Installation und Grafik. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage der Wahrnehmung: „Welche Bedeutungen schreiben wir den Dingen zu, die uns umgeben?" Sie interessiert sich für das Flüchtige, das kaum Wahrnehmbare, das Unscheinbare und Irritierende des Alltags. Neben der klassischen Bildhauerei experimentiert sie mit den physikalischen Belastbarkeiten ihrer Materialien – Draht, Papier, Wachs, Gips – und entwickelt begehbare installative Skulpturen, die sich mit der flüchtigen menschlichen Existenz auseinandersetzen.
„Als Bildhauerin interessiere ich mich für das Ephemere, das Irritierende, das uns täglich begegnet", beschreibt sie ihren Ansatz. Ihre Werke öffnen Räume, in denen das Menschliche in all seinen Facetten erscheint – monumental und filigran, archaisch und flüchtig. Ein zentrales Thema sind Mimik und Gestik: Um den Augenblick einer Bewegung einzufangen, nutzt sie bevorzugt leichte, formbare Materialien. Bierreth-von Hartungen war an renommierten internationalen Ausstellungen vertreten, darunter die Triennale der Skulptur in Bad Ragaz.