Massberger - unbekannt
Massberger - unbekannt
Hans Massberger

k.A.

Privat MOS
Privat MOS

Aquarell

Masse: 20.00 x 24.50 x 1.30 cm

Hans Massberger (1929 - 2018), geboren 1929 in Marktl am Inn (Niederbayern), prägte als Maler, Pädagoge und Ehrenmitglied der Vereinigung der Mund- und Fußmalenden Künstler (VDMFK) über sechs Jahrzehnte die Kunstwelt. Sein Wirken reichte von eigenen künstlerischen Arbeiten bis zum engagierten Einsatz für behinderte Künstler – eine Verbindung, die ihn zu einer „wahren Persönlichkeit“ der Vereinigung machte.

Künstlerische Laufbahn

Nach einer Ausbildung zum Dekorationsmaler und einem Studium an der Münchner Kunstschule Die Form unternahm Massberger Studienreisen auf fünf Kontinente, besonders prägend war sein Aufenthalt in Murano bei Venedig während der Studienzeit. Seine Werke – geprägt von technischer Meisterschaft und inspirierter Formensprache – wurden in renommierten Institutionen wie der Albertina Wien, der Staatlichen Graphischen Sammlung München oder im Haus der Kunst München ausgestellt. Als Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und der Künstlergruppe Die Burg in Burghausen verband er traditionelle Handwerkskunst mit zeitgenössischen Ansätzen.

Engagement für die VDMFK

Massberger war seit der Gründung der VDMFK 1957 durch Arnulf Erich Stegmann als enger Berater und Jurymitglied tätig. Seine „ruhige, besonnene Art“ (Zitat der ehemaligen Präsidentin Marlyse Tovae) und sein künstlerisches Fachwissen halfen, die Vereinigung von einer kleinen Gruppe zu einer globalen Organisation mit Hunderten Mitgliedern zu entwickeln. Besonders lag ihm die individuelle Förderung der Künstler am Herzen, dokumentiert in von ihm verfassten Biografien und Ausstellungskatalogen. 1997 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen – eine Anerkennung seines „unermüdlichen Einsatzes“.

Vermächtnis

Massbergers Leben stand im Zeichen der Verbindung von künstlerischer Leidenschaft und sozialer Verantwortung. Bis zu seinem Tod am 9. November 2018 blieb er der VDMFK verbunden und prägte deren künstlerisches Niveau nachhaltig. Seine Werke in Museen und städtischen Sammlungen sowie sein Einsatz für Inklusion durch Kunst bleiben sein bleibendes Erbe.