K-OLI, 2020
Holz, gebeitzt
Masse: 36.00 x 21.00 x 26.00 cm
Alfred Haberpointner (*1966 in Ebenau bei Salzburg) ist ein international anerkannter österreichischer Bildhauer, der in Leonding bei Linz und in seinem Heimatort Ebenau lebt und arbeitet. Er absolvierte die Fachschule für Bildhauerei in Hallein, bevor er von 1986 bis 1991 an der Kunstuniversität Linz bei Professor Erwin Reiter – einem Schüler des bedeutenden Wiener Bildhauers Fritz Wotruba – studierte. Stipendien ermöglichten ihm Aufenthalte in Paris, New York und bei Genua, wo er sich intensiv mit Proportionen und Gewichtung beschäftigte.
Holz ist Haberpointners zentrales Material – ein Werkstoff mit biografischen Wurzeln im Salzburger Land. Er arbeitet in fortlaufenden Serien, in denen einfache organische Grundformen in zahllosen Varianten bearbeitet werden. Die Bearbeitungsspuren bleiben stets sichtbar: Er zieht Skulpturen auf unebenem Boden hinter sich her oder lässt sie Hänge hinunterrollen – natürliche Witterungsprozesse werden so aktiver Teil des Formgebungsprozesses. Die rudimentäre Form des menschlichen Kopfes nimmt in seinem Werk eine zentrale Rolle ein.
Haberpointners Skulpturen oszillieren zwischen abstrakter geometrischer Form und figürlichem Bild, zwischen Körper und Raum. Er erweiterte sein Material-Spektrum um Stahl, Blei und Papier. Seine Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen: Salzburg Museum, Museum der Moderne Salzburg, Museum Liaunig, Museum Beelden aan Zee (Niederlande) und Museum Würth (Deutschland). In über 400 Einzel- und Gruppenausstellungen wurde sein Werk international gezeigt.