o.T., 2013
Acryl auf Leinwand
Masse: 77.00 x 72.00 x 5.50 cm
Heinz Mack (*8. März 1931 in Lollar, Hessen) ist Mitbegründer der ZERO-Gruppe und einer der einflussreichsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit. Er studierte ab 1950 an der Kunstakademie Düsseldorf und legte 1956 sein Staatsexamen in Kunsterziehung und Philosophie ab. Im gemeinsamen Atelier mit Otto Piene in der Gladbacher Straße in Düsseldorf entwickelte er seine ersten „Dynamischen Strukturen" – Bilder aus vertikalen und horizontalen Schwarz-Weiß-Geraden. Am 11. April 1957 veranstalteten Mack und Piene ihre erste Abendausstellung, aus der die ZERO-Gruppe hervorging; 1961 kam Günther Uecker hinzu.
Licht ist das zentrale künstlerische Thema von Heinz Mack – Farbe als Licht und Licht als Farbe. In seinen Lichtreliefs, Lichtstelen, Rotoren und kinetischen Objekten erforscht er Vibration, Reflexion und Bewegung. Ab 1962 realisierte er in der afrikanischen Sahara seine „künstlichen Gärten" aus Sandreliefs, Spiegeln und Lichtstelen – dokumentiert im preisgekrönten Film Tele-Mack (1968). 1976 folgte ein arktisches Projekt mit schwimmenden Acrylglas-Skulpturen und Eiskristallen. Diese Installationen zählen zu den frühesten Beispielen der Land Art überhaupt.
Mack nahm an der documenta II (1959), III (1964) und VI (1977) teil und vertrat die Bundesrepublik Deutschland 1970 auf der Biennale in Venedig. 2014/15 war er mit einer großen ZERO-Ausstellung im Guggenheim Museum New York, im Martin-Gropius-Bau Berlin, im Stedelijk Museum Amsterdam und in Istanbul vertreten. Sein Werk umfasst Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Pastelle, Fotografien, Mosaike und literarische Arbeiten; es befindet sich in rund 170 öffentlichen Sammlungen weltweit. Heinz Mack lebt in Mönchengladbach und auf Ibiza.