Rennvelofahrer, k.A.
Einbrennlack auf Metall
Maase: 31.00 x 35.50 cm
Als charakteristische Motive in David Gersteins Œuvre verkörpern die mehrschichtigen Metallfahrräder seine innovative Kunstsprache. Der israelische Künstler (*1944) transformiert das Alltagsobjekt durch seine Pioniertechnik: Lasergeschnittene, handbemalte Aluminium- oder Stahllagen montiert er in 3–5 cm Abstand übereinander. Diese Schichtung schafft dynamische Bewegungseffekte – die Räder scheinen im Vorbeiflitzen eingefroren, während die Versatztechnik optische Rotation suggeriert.
Gerstein nutzt die Tiefenwirkung der Skulpturen, um Urbanität und Freiheit zu thematisieren. Seine knallroten, blauen oder goldenen Räder (oft als Einzelobjekte oder in Gruppen wie "Bicycles in Motion") symbolisieren urbanen Puls und Leichtigkeit. Durch die serielle Wiederholung des Motivs – inspiriert von Warhols Prinzipien – demokratisiert er die Kunst, bleibt aber stets handwerklich präsent: Jedes Rad trägt Pinselspuren und Farbnuancen.
Als Wandskulpturen (z.B. "Bicycle Wall Sculpture") oder freistehende Objekte integrieren sich die Räder weltweit in öffentliche Räume. Ihr schwebender Charme macht sie zu dreidimensionalen "Momentaufnahmen der Bewegung" – eine Hommage an die Poesie des Alltags, die Gersteins Credo spiegelt: "Kunst soll Freude vermitteln wie Luft und Wasser".