Nemour Aurélie - Romantique 1974
Nemour Aurélie - Romantique 1974
Aurélie Nemours

Romantique, 1974

Privat MOS
Privat MOS

Siebdruck

Masse: 53 x 40 cm

 

Aurélie Nemours (1910–2005)


Aurélie Nemours wurde 1910 in Paris geboren und starb dort 2005. Nach einem Studium
der Kunstgeschichte setzte sie ihre Ausbildung im Atelier von André Lhote fort und
schließlich bei Fernand Léger. Ab Anfang der fünfziger Jahre entwickelte sie einen streng
reduzierten künstlerischen Stil. Sie begrenzte ihr formales Vokabular auf horizontale und
vertikale Linien sowie Rechtecke und Quadrate und arbeitete oft mit Schwarz Weiß oder
wenigen reinen Farben.


Von 1957 an nahm sie aktiv am Salon des Réalités Nouvelles teil. Ihre Werke entstanden
häufig in Serien wie zum Beispiel „Rythme du Millimètre“ oder „Structure du Silence“,
später kamen Reihen wie Polychrome, Monochrome, Quatuor und Colonne hinzu.
Diese konsequente visuelle Reduktion verleiht ihren Bildern eine meditative Intensität.
Nemours verstand Farbe als „pure Energie“ und verfolgte ihre Gestaltung stets intuitiv,
nicht systematisch. 1994 wurde ihr in Frankreich der Grand Prix National de Peinture
verliehen. 2004 widmete das Centre Pompidou ihr die große Retrospektive „Rythme
Nombre Couleur“.


Ihr Werk gilt heute als zentrale Stimme der konkreten Kunst in Frankreich. Ihre reduzierte
Formensprache verbindet rationale Struktur mit spiritueller Tiefe und macht sie zu einer
bedeutenden Figur in der europäischen Abstraktion.