o. T. (Paar), k.A.
Druck; Ed. 88/150
Masse: 75.00 x 87.00 cm
Hans Erni (21. Februar 1909 in Luzern – 21. März 2015 ebenda) war einer der produktivsten und vielseitigsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Er lebte 106 Jahre und schuf bis kurz vor seinem Tod täglich in seinem Atelier. Sein Werk umfasst Wandgemälde, Drucke, Münzen, Medaillen, Skulpturen, Mosaiken, Illustrationen, Briefmarken, Tapisserien, Banknoten, Bühnenbilder, Kostüme und Keramiken. Ab 1937 gehörte er zu den Mitbegründern der Schweizer Künstlergruppe Allianz.
In Paris, wo er ab den 1950er Jahren ein Atelier besaß und über vier Jahrzehnte wiederholt arbeitete, kam er in Kontakt mit Hans Arp, Piet Mondrian und Wassily Kandinsky. Besonders prägend war die Begegnung mit Pablo Picasso, über den er 2006 sagte: „Picasso ist ein Leitbild für die Kunst des 20. Jahrhunderts, auch für mich." Seine mythologischen Motive, figürlichen Kompositionen und humanistischen Themen machten ihn zu einem der international bekanntesten Schweizer Künstler. 1979 wurde im Luzerner Verkehrshaus das Hans Erni Museum eröffnet; 2004 verlieh ihm die Stadt Luzern die Ehrenbürgerwürde.
Das Motiv des „Paares" zieht sich als roter Faden durch Ernis gesamtes Werk. In Tempera, Öl, Lithografie oder Bronze gibt er der menschlichen Zweisamkeit immer wieder Gestalt – in Ruhe und Bewegung, im Dialog und in stiller Verbundenheit. Die Figuren sind meist antikisch-zeitlos, inspiriert von griechischer Mythologie und humanistischem Ideal. In diesen Werken verdichtet sich Ernis Glaube an die menschliche Würde und die Schönheit der Verbindung zwischen Menschen.