Malin - Olympia Hain
Malin - Olympia Hain
Georg Malin

Olympia Olivenhain, 1981

Privat MOS
Privat MOS

Aquarell

Masse: 51.00 x 60.00 x 3.00 cm

Georg Malin (*8. Februar 1926 in Mauren, Liechtenstein) ist eine Schlüsselfigur der liechtensteinischen Kulturgeschichte: Bildhauer, Maler, Historiker, Politiker und Konservator in einer Person. Nach seiner Ausbildung bei Alfons Magg in Bern sowie im Zeichnen und Malen an der ETH Zürich arbeitete er zunächst als Kunsterzieher, bevor er sich dem freischaffenden Künstlertum widmete. Als erster Konservator der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung (1968–1996) prägte er deren Aufbau und Bestand zur Kunst des 20. Jahrhunderts entscheidend mit.

Malins bildhauerisches Schaffen ist von einer konsequenten Auseinandersetzung mit Form, Material und Raum geprägt. Besonders bekannt sind seine Buchstaben-Würfel: symbolisch aufgeladene Bronzekörper, die ab den 1980er Jahren entstanden und das Alphabet als „genialste Erfindung der Menschheit" in dreidimensionale Objekte überführen. Daneben schuf er zahlreiche Werke für den sakralen und öffentlichen Raum in Liechtenstein, der Schweiz und darüber hinaus. Mehr als 100 liechtensteinische Briefmarken tragen seine Handschrift.

„Olympia Olivenhain" (1982) entstand in einem Jahr, das für Malin eine kreative Hochphase markiert. Der Titel verbindet antike Symbolik – Olympia als Stätte der griechischen Spiele und der idealen körperlichen Form – mit dem Olivenhain als mediterranem Sinnbild für Frieden, Fruchtbarkeit und kulturelle Kontinuität. Das Werk spiegelt Malins Interesse an der Verbindung von klassischem Erbe und zeitgenössischer Form – eine Synthese, die sein gesamtes Schaffen durchzieht.