Topaz_Anlieferung_Ascona_16
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Gil Topaz

Paar Appia-Figuren, 2020

Privat MOS
Privat MOS

 Wallonischer Kalkstein - Pierre bleue / hohe Steinqualität

Masse: männl. Figur: ca. 175 cm inkl. flacher Standplatte
              weibl. Figur: ca. 172 cm inkl. flacher Standplatte

Gil Topaz (*16. Mai 1965 in Würzburg als Martin Petz) ist ein deutscher Bildhauer, der von 1989 bis 1994 an den staatlichen Kunstakademien in Carrara und Rom Bildhauerei studierte und sein Diplom in Rom mit Auszeichnung ablegte. Er lebt und arbeitet im südbadischen Götzingen sowie in der Toskana. Topaz versteht sich als Bildhauer im eigentlichen Wortsinn: Er formt seine Werke aus Stein oder Holz durch Abschlagen von Materie und umkreist dabei den Block – die unmittelbare Direktheit mit dem Material und das langsame Hervortreten der Figur sind für ihn von zentraler Bedeutung.

Die Vergangenheit begreift er als DNA des modernen Menschen. Er verwendet in seinen Figuren und Köpfen Symbole, die wir mit geschichtlichen Epochen assoziieren, verfremdet sie jedoch und bringt sie in neue Zusammenhänge. Bekannte Werkzyklen sind u. a. die Serie „Gedankenströme" (2002–2008) mit acht monumentalen Natursteinköpfen in acht Mittelmeerländern sowie die Werkgruppe „Stille Formen". Er war fünfmal zur Schweizerischen Triennale der Skulptur in Bad Ragaz eingeladen und hat u. a. für die Eingangshalle des International-Net-Management-Center der Deutschen Telekom sieben große Figuren geschaffen.

Mit den „Appia-Figuren" begann Topaz 2018 einen neuen Werkzyklus, den er 2019 erstmals in Holz in der Galerie am Lindenplatz in Vaduz ausstellte. Das „Paar Appia-Figuren" (2022) zeigt zwei Figuren in unmittelbarer Nähe zueinander. Der Name verweist auf die Via Appia – die antike römische Hauptstraße, Symbol für Verbindung und Weg. Die Doppelfigur thematisiert Zweisamkeit und Beziehung: zwei eigenständige Wesen, die aufeinander bezogen bleiben, ohne zu verschmelzen.