Aubertin - cercle de feu Inv. Nr. 124
Aubertin - cercle de feu Inv. Nr. 124
Bernard Aubertin

Cercle de Feu, 1963/2009

3. Obergeschoss
Epoche
3. Obergeschoss
Epoche

Wandobjekt: Abgebrannte Streichhölzer auf runder, bronzener Holzplatte

Masse: Ø 50 cm

Bereits 1961 entstanden die ersten Feuerbilder Aubertins, bei welchen der Küsntler Streichhölzer auf einer Bronzeplatte anbringt. Die in vordefinierter und geometrisch seriell angeordneten Streichholzsequenzen bestimmen die visuelle Bespielung der Platten. Mit dem Entzünden der Streichhölzer wird die Arbeit somit fertiggestellt, wobei die durch das Verbrennen entstanden Rückstande und Verfärbung essentiell für die Feuerbilder Aubertins sind. Zwischen 1961 und 1968 entstanden weitere Feuerbilder und Feuerobjekte und zählen neben den Nagebildern somit zu den repräsentativsten Arbeiten Bernard Aubertins.

Bernard Aubertin, geboren in Fontenay-aux-Roses bei Paris, gilt als Vertreter der ZERO-Bewegung. Er studierte von 1955 bis 1957 Malerei in Paris und setzte sich in dieser Zeit mit dem Kubismus und Futurismus auseinander. Dabei schuf er figurative Arbeiten, insbesondere Porträts, Landschaften und Stillleben. 1957 traf er Yves Klein, ein Jahr später entstanden erste monochrome rote Tafelbilder. Aubertin konzentrierte sich zunächst ganz auf die Farbe Rot (als Ausdruck von Feuer) zur Erzeugung von Farb- und Lichträumen. Seine Werke sind in zahlreichen Museen vertreten, Ausstellungen fanden u.v.a. im Stedelijk Museum, Amsterdam, auf der documenta 6 in Kassel, in der Wiener Secession und im Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain, Nizza statt.