Fontana - Concetto Spaziale
Fontana - Concetto Spaziale
Lucio Fontana

Concetto Spaziale, 1959

4. Obergeschoss
Epoche
4. Obergeschoss
Epoche

Wandobjekt aus Keramik

Masse: 38 x 29 x 1 cm

Als Kind übersiedelte Fontana mit seinen italienischen Eltern – sein Vater war Bildhauer – von Argentinien nach Mailand. In Mailand studierte er an der Accademia die Brera, hatte 1930 seine erste Einzelausstellung in der „Galleria del Milione“ und beteiligte sich an der 17. Biennale von Venedig.

Mit den Manifesten seiner „Movimento spaziale“ (Raumkunst) ab dem Jahr 1947 ging er vom Ende aller statischen Kunstgattungen aus, die durch eine dynamische Kunst ersetzt werden sollten. Das Werk sollte allein aus der Vorstellungskraft des Betrachters wirken, indem es „von aller malerischen und propagandistischen Rhetorik“ befreit werden sollte. Dieses neue Raumkonzept setzte Fontana um, indem er Bilder perforierte und damit statt eines zweidimensionalen Werks Plastizität erreichte.

Seine Ambiente Spaziale (raumbezogene Installationen), z. B. Ambiente nero von 1948/1949, gelten als die ersten „Environments“ der modernen Kunst. Der Beginn der Serie Fine di Dio, Das Ende Gottes, ab 1963, zeigt monochrome, ovale Gemälde, die mit Löchern oder Schnitten versehen sind. Die allgemeine Reduzierung seines Schaffens auf eine einzige Werkgruppe wird dem Künstler aber nicht gerecht. Er verwendete eine Vielfalt an Materialien, Motiven und Formen in unterschiedlichen Kunstgattungen. Fontana war vor allem Bildhauer, aber auch Maler, Erfinder, Keramiker, Lichtkünstler und Raumspezialist. Mit seiner Arbeit inspirierte er die Künstlergruppe ZERO und die Bewegungen des Nouveau Réalisme und der Arte Povera.