Mack - Dynamische Struktur in grün 1959, 72
Mack - Dynamische Struktur in grün 1959, 72
Heinz Mack

Dynamische Struktur in Grün, 1959

4. Obergeschoss
Epoche
4. Obergeschoss
Epoche

Gemälde: Oel auf Leinwand

Masse: 63 x 64 cm

1931 im hessischen Lollar geboren besuchte Heinz Mack von 1950-1953 die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Gemeinsam mit Otto Piene gründet er 1957 die international einflussreiche Gruppe ZERO in Düsseldorf. Heinz Mack gilt als unermüdlicher Experimentator im Spektrum des Farblichts und wurde für sein Schaffen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seine Werke sind international vertreten, beispielsweise in der Guggenheim Sammlung New York.

Heinz Mack beschäftigt sich seit 1956 intensiv mit den Problemen des Lichts. Mit der 1957 begonnen Serie „Dynamischen Strukturen“, in welchen er die Themen Licht, Bewegung, Raum, Zeit, Dynamik und Vibration behandelt, setzt Mack Akzente ungetrübter Lichterfahrung. In dieser Serie wird die monochrome Bildoberfläche durch vertikale und horizontale Linien in eine strenge Ordnung gebracht, wobei Linien, Fläche und Raum kontinuierlich ineinander übergehen bzw. einander sich aufheben. 
Nicht nur Farbe ist für die bis 1963 geschaffenen Serie ein Mittel zum Zweck, vor allem das Zusammenspiel von Farbe und Licht ist elementar für diese monochromen Malerei.

Dieses Zusammenspiel von Licht und Farbe, von Zeit und Bewegung ist der Beginn der kinetischen Malerei.

Die Bedeutung dieses radikalen Neuen in der Kunst ist die Überwindung des Tafelbildes mit seiner hierarchischen Komposition zugunsten der Struktur, die in der Reduzierung auf eine Farbe ein simpler Ausdruck der Freiheit darstellt. 

Die Strukturbilder werden später weiterentwickelt und markieren den Beginn einer neuen Kunst, die die Materialität zu überwinden sucht und soll den Menschen für neue Wahrnehmungserfahrungen sensibilisieren.