Iris, 1990
Skulptur aus Azul Bahia Granit
Masse: 54 x 20 x 6 cm
Neben schwarzen Granit und Carrara Marmor verwendet Santini immer wieder andere, besondere Steine. Die 1980 Jahre bedingten daher nicht nur eine neue Schaffensphase im Oeuvre des Skulpteurs, welche bis in die 1990er reichte, sondern darüber hinaus auch die Verwendung neuer Steine, wie beispielsweise des Azul Bahia.
Ausschlaggebend für diese Neuausrichtung im Arbeits- und Schaffungsprozesses Santinis war das Kennenlernen des Künstlers Max Bill. Die Bewunderung Santinis gegenüber der Person Max Bill, als auch seinen Arbeiten, welche von graphischen bis zu malerischen Arbeiten und von Design bis zu Architektur reicht. Die aus diesem Treffen resultierende Beziehung zwischen den beiden Künstlern prägten Santini und spiegelt sich auch in dessen Arbeiten wider. So liess Santini die grundsätzliche philosophische Konzeption von Design und Architektur, welche Max Bill vertrat, in seine Skulpturen einfliessen, was sich an einer abstrakten, dennoch essentialistischen und somit auch linearen, Formfindung erkennen lässt. Die Überzeugung, einer nicht zu leugnenden Beziehung zwischen der Welt und Kunst, sowie die dem Menschen inhärente Möglichkeit, emotionale Werte so zu koordinieren, dass das entsteht, was wir unter Kunst verstehen, verband die beiden Künstler.