Kalben, 2021/22
Gemälde aus ÖI auf Leinwand
Masse: 150 x 120 cm
Scheibl ist ein herausragender Vertreter der abstrakt-sensiblen, gestenreichen Malerei unter den österreichischen Künstlern seiner Generation. Er schafft Gemälde, in denen Formenwelten und Farbdimensionen als ereignishafte Szenarien, Ekstasen und Abgründe erscheinen. Sinnliche und nervöse Elemente der Werke Scheibls auf Leinwand und Papier lassen die Geschwindigkeit und Unmittelbarkeit ihres grafischen Charakters, die Grenzen des Sichtbaren erkennen. Der zeitlose Aspekt der Malerei von Hubert Scheibl entsteht durch sein Einfangen des inneren Lichts hinter der Bildebene, das den Betrachtern ein Gefühl von tiefer Räumlichkeit vermittelt und einen Sog ins Unauslotbare erzeugt. Scheibls Bilder legen eine eigene Zeit- und Raumwahrnehmung fest und eröffnen so Emotionen und Visionen des Betrachters eine große Freiheit.
Hubert Scheibl beschreibt seine Biografie so: „Geboren unter Wasser, 360-mal gedreht, studiert.
Lebt und arbeitet lieber woanders und in Wien“. Er studierte von 1976 bis 1981 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Max Weiler und Arnulf Rainer. In den 1980er Jahren war Scheibl Mitglied der Gruppe der Neuen Wilden. Er zählt zu den wichtigsten österreichischen Vertretern der abstrakten Malerei und stellt international, vorwiegend in Europa und den USA aus, u.a. 1985 auf der Biennale von São Paulo und 1988 im Rahmen der Biennale di Venezia.