L + M (Licht und Materie), 1961
Wandobjekt: pastose Masse aus Oel, Pigment u. Kreide auf Hartfaser, Unikat
Masse: 57.50 x 57.50 x 5.50 cm
Luther beginnt seinen künstlerischen Weg mit gestisch-informeller Malerei. Er versucht so, traditionelle Tafelbildstrukturen zu überwinden, scheitert aber. 1958, nach einer Spanienreise, kommt es zu einem künstlerischen Neuanfang. Es entstehen pastose, zunächst farbige, dann ausschließlich schwarze Materiebilder, deren reliefhafte, stark zerklüftete Oberfläche in den Raum hineinragt. Ab 1961 folgen Entmaterialisierungen, die Destruktion verschiedener Materialien und Assemblagen. In den 1970er Jahren werden Lichtobjekte und Hohlspiegelobjekte zum Kern seiner künstlerischen Tätigkeit.
Adolf Luther war Jurist, Künstler und Bildhauer und wurde ein Hauptvertreter der kinetischen Kunst und Optical Art. 1943 zum Dr. jur. promoviert, widmet er sich bereits ab 1942 der Malerei und gibt 1957 seinen Beruf als Richter auf. Sein frühes Werk ist geprägt durch Bilder mit starker, monochromer Aussagekraft. Später prägen die Einflüsse des Lichts, Lichtbrechung und Spiegelungseffekte seine Arbeit. Luther zeigte sein Werk in zahlreichen Ausstellungen, wie in der Drian-Gallery in London (1960), in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf (1974) und in der Kunsthalle Bremen (1987).