La Pamela, 2018
Skulptur aus Bronze mit goldener Patina, Ex. 2/9
Masse: 65 x 65 x 18 cm
La Pamela, eine aus Bronze gegossene Plastik bestehend aus zwei Teilen, zählt zu einem neueren Werk des Künstlers Manolo Valdés. Neben dem nichtdargestellten, von einem großen überlappenden Sonnenhut - einer sog. Pamela - verdeckten Gesicht, besticht die Skulptur vor allem durch ihre Goldpatina. Die dadurch erzeugte Reflexion auf der glänzenden Oberfläche steht im Kontrast zu der bewusst von dem Künstler erarbeiteten, brüchigen Gussoberfläche der Bronze. Seit 2018 ist eine Großplastik der La Pamela an der La Marina de Valencia positioniert. Diese wurde 2017 nach einem public voting von der Hortensia Herrero Foundation der Stadt Valencia gestiftet.
Die Themenfelder, welche das Denken und somit die Inspiration für das Arbeiten von Manolo Valdés (geb. 1942 in Valencia) anregen und fördern, findet der Künstler bei seinen häufigen Museumsbesuchen. Einer dieser Bezugspunkte in seiner Jugend war beispielsweise der Prado. Später, als Valdés seinen Lebensmittelpunkt nach New York verlagerte, übernahm diese Rolle das Metropolitan Museum of Art, dessen Kult-Papiertasche-Tasche sogar in sein Arbeiten miteinbezogen wurde. Der Kunstkritiker und Kurator Dr. Javier Molins beschreibt dies wie folgt: „Manolo Valdés ist in seiner Betrachtung der Kunstgeschichte auf der Suche nach seiner Inspiration.“
Nach der 1964 von Manolo Valdés, Juan Toledo und Rafael Solbes gegründeten Künstlergruppe Equipo Crónica, begann Valdés seine eigene Karriere 1981. Neben zahlreichen Einzelausstellungen in essentiellen Galerien und Museen, wie beispielsweise der Freites Galerie in Caracas, dem Bilbao Fine Arts Museum oder später dann im Guggenheim Museum in Bilbao sowie in zahlreichen Museen in Südamerika, erhielt der Künstler diverse Orden. Dazu zählen u.a. Die Nationale Medaille für die Schönen Künste in Spanien (1985), Die Auszeichnung des Nationalrates des Prinzen Pierre von der Monaco Stiftung (1997), Die Auszeichnung der spanischen Gesellschaft für Kunstkritik (2000), Ritter im Orden der kulturellen Verdienste von Monaco.