Manitou, 1957
Gemälde aus Oel auf Leinwand
Masse: 112 x 112 cm
Das malerische Hauptwerk Gottfried Honeggers beginnt in den 1950er-Jahren mit organisch geprägten Abstraktionen, die um 1957 von ihm zunehmend geometrisiert werden. Unter dem Titel „Tableau-Relief“ entsteht sein bis heute zentraler malerischer Zyklus von meist monochromen, selten mehrfarbigen, oft auch mehrteiligen Bildobjekten. Bis um 1980 bevorzugt Honegger dafür das Verfahren der Collagetechnik. In den 1980er-Jahren beschäftigt Honegger das Spannungsfeld zwischen einem regelmäßigen Kompositionsraster und sogenannter Restfläche. In den 1990er-Jahren verändert er nochmals die Bildsprache, bleibt aber bei der Thematisierung von Kreis- und Quadratformen.
Gottfried Honegger wurde 1917 in Zürich geboren und arbeitete zunächst als Werbegrafiker, bevor er 1958 während eines Aufenthalts in New York beschloss, als freier Künstler tätig zu werden. 1990 ist er Mitbegründer des Espace de l’Art Concret in Mouans-Sartoux, Südfrankreich, zusammen mit Sybil Albers. 2004 folgt die Schenkung der öffentlich zugänglichen Sammlung Albers-Honegger in Mouans-Sartoux an den französischen Staat. Honegger wurde unter anderem mit dem Zürcher Kunstpreis und dem Ordre des Arts des Lettres ausgezeichnet.