Vonal 85, 1985
Serigrafie
Beschäftigt man sich mit dem Aufbruch der Kunst in den 1960er Jahren, stößt man rasch auf Victor Vasarely. Er war einer der Mitbegründer der Op-Art, oder „optischen Kunst“, die unter starkem Einbezug der Geometrie optische Täuschungen schuf und die visuelle Wahrnehmung stimulierte. Quadrate, Rauten, Dreiecke, Kreise und Stabformen waren das Formenvokabular, mit welchem Vasarely seine konsequent kinetischen Effekte und optischen Phänomene entwickelte.
Victor Vasarely wurde 1906 in Pécs, Ungarn, geboren und zog 1930 nach Paris, wo er 1997 starb. Als Maler und Grafiker war er ein Wegbereiter der kinetischen Kunst und zählt er zu den Schlüsselfiguren der Op-Art. Vasarely gewann zahlreiche Kunstpreise und war mehrfacher Teilnehmer der documenta in Kassel. Seine Werke sind in den Vasarely-Museen in seinem Geburtshaus in Pécs und in Schloss Zichy in Budapest, in der Fondation Vasarely in Aix-en-Provence sowie in viele Museen moderner Kunst zu sehen.