Piene - Yellow Space 514
Piene - Yellow Space 514
Otto Piene

Yellow Space, 2003/2004

4. Obergeschoss
4. Obergeschoss

Acryl und Rauch auf Leinwand

Masse: 120 x 160 cm

Kunst und Natur werden oft als Kontrahenten angeführt. Otto Piene hingegen macht die Natur zum Ko-Autor seiner künstlerischen Werke. Er lässt sich auf eine Zusammenarbeit mit den Elementen ein, gestaltet aus Feuer und Rauch nicht nur erdverbundene Werke, sondern suggeriert darüber hinaus auch kosmische Naturvorgänge. Diese Entwicklung geht mit seiner erklärten Absicht einer „Reharmonisierung des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur“ konform, so Piene 1958 in der von ihm mitherausgegebenen ZERO-Zeitschrift.

Otto Piene wurde 1928 im westfälischen Laasphe geboren und starb 2014 in Berlin. Er studierte Kunst und Philosophie in München und Düsseldorf und wirkte in den 1960er Jahren als Mitbegründer der internationalen ZERO-Bewegung entscheidend an der Ausweitung klassischer Kunstformen mit. Es war immer sein Anliegen, den Menschen zur Natur zurückzuführen, aber „ohne Nachahmer, d.h. blinder Naturalist zu sein". In den 1970er Jahren leitete Piene am Massachusetts Institute of Technology ein Medienlabor für künstlerisch-optische Experimente. Der Berliner Ausstellungskurator Joachim Jäger nannte ihn einen "der großen Kunsterneuerer des 20. Jahrhunderts".