Mikl - Die demolierte Ebene
Mikl - Die demolierte Ebene
Josef Mikl

Die demolierte Erde, 1994

3. Obergeschoss
Epoche
3. Obergeschoss
Epoche

Gemälde aus Oel, Acryl und Acrylspray auf Leinwand

Masse: 155.20 x 155.20 cm

Josef Mikl studierte von 1948 bis 1955 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Josef Dobrowsky. 1956 gründete er mit Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky und Arnulf Rainer die Künstlergruppe „Galerie nächst St. Stephan“. 1964 stellte er auf der documenta III aus; 1977 nahm er an der documenta 6 teil. 1968 vertrat Mikl Österreich bei der Biennale in Venedig. Von 1969 bis 1997 war Mikl Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Mikl vertrat einen abstrakten Realismus mit der menschlichen Figur als zentralem Thema, ein hoher Stellenwert kam bei ihm der Zeichnung zu. Mikl‘s Leben und Schaffen war eng mit Literatur verknüpft: Seine Glasfenster in St. Margarethen basieren auf einem Aphorismus Sören Kierkegaards, dessen „Stille Verzweiflung“ setzte er 1962 in einer Radierungsserie künstlerisch um. Mit der Ausgestaltung des Großen Redoutensaals in der Wiener Hofburg widmete er sein 404 m2 großes Deckenbild dem Gedicht „Jugend“ von Karl Kraus, für die 22 Wandbilder verwirklichte Mikl malerisch Textstellen von Johann Nestroy, Ferdinand Raimund und Elias Canetti. Johann Nestroys Einakter „Häuptling Abendwind“ inspirierte ihn zu einem Werkzyklus mit einzelnen Szenen und skizzierten Bühnenbildern.