Hohlspiegelobjekt, 1969
Wandobjekt aus konkaven, quadratischen, getönten Spiegel
Masse: 91 x 91 cm
"Die Wahrheit steckt nicht in der Übereinstimmung mit der optischen Realität. Es gibt eine Welt hinter diesem Schein, die sich auch darstellen lässt ..." sagt Luther bereits 1953. 1966 beginnt er, konkav und konvex gewölbte Hohlspiegel zu verwenden. Später werden Hohlspiegelobjekte zum Kern seiner künstlerischen Tätigkeit und auch zunehmend integraler Bestandteil seiner Architektur. 1976 sieht sein “Mondprojekt” vor, interstellares, kosmisches Licht in der Nacht zur Jahrtausendwende mit einem Satelliten aufzufangen und auf die Nachtseite des Mondes zu projizieren.
Adolf Luther war Jurist, Künstler und Bildhauer und ein Hauptvertreter der kinetischen Kunst und Optical Art. 1943 zum Dr. jur. promoviert, widmet er sich aber bereits von 1942 an der Malerei und gibt 1957 seinen Beruf als Richter auf. Seit 1958 arbeitete er mit Einflüssen des Lichts in seinen energetisch-optischen Eigenschaften. Er erzeugte durch Lichtbrechung und Spiegelungseffekte eine ihn faszinierende „Immaterialität“ und arbeitete später auch mit Laserstrahlen. Luther zeigte seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen, wie in der Drian-Gallery in London (1960), in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf (1974) und in der Kunsthalle Bremen (1987).