Tableau clou, 1968
Wandobjekt mit Nägel und Acryl auf Holz
Masse: 50 x 90 cm
Aubertin stellte erstmals 1960 monochrome Nagelbilder her. Zunächst erzeugte er Bilder, bei denen die durch eine pastos aufgetragene Farbmasse getriebenen Nägel fast unter der roten Farbe verschwanden. In einer zweiten, bis 1965 dauernden Phase schlug er lange Stahlstifte von der Rückseite her durch die Holzplatte, die durchgedrungenen Nagelspitzen und das zersplitterte Holz auf der Vorderseite wurden mit roter Farbe bedeckt. Es folgten geometrische, kristalline oder sternförmige Nagelstrukturen und um 1971 Nagelbilder mit dünnem fluoreszierenden Farbauftrag.
Nach einer Spanienreise versucht er mit der flächigen und pastosen Malerei der Farbfeldbilder einen künstlerischen Neuanfang.
Bernard Aubertin, geboren in Fontenay-aux-Roses bei Paris, gilt als Vertreter der ZERO-Bewegung. Er studierte von 1955 bis 1957 Malerei in Paris und setzte sich in dieser Zeit mit dem Kubismus und Futurismus auseinander. Dabei schuf er figurative Arbeiten, insbesondere Porträts, Landschaften und Stillleben. 1957 traf er Yves Klein, ein Jahr später entstanden erste monochrome rote Tafelbilder. Aubertin konzentrierte sich zunächst ganz auf die Farbe Rot (als Ausdruck von Feuer) zur Erzeugung von Farb- und Lichträumen. Seine Werke sind in zahlreichen Museen vertreten, Ausstellungen fanden u.v.a. im Stedelijk Museum, Amsterdam, auf der documenta 6 in Kassel, in der Wiener Secession und im Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain, Nizza statt.