Albrecht_Torso_2016
Albrecht_Torso_2016
Herbert Albrecht

Torso, 2008/2016

4. Obergeschoss
Epoche
4. Obergeschoss
Epoche

Skulptur als Bronzeguss im Wachsausschmelzverfahren, Ed. 13/15

Masse: 70 x 16.50 x 9 cm

„Ich liebe den Stein in allen Ausformungen und Härten“ wird Herbert Albrecht hinsichtlich seines präferierten Mediums zitiert. Der 1927 im Bregenzerwald geborene Bildhauer zählt zu den bedeutendsten Bildhauern Österreichs. In den 1940er Jahren besuchte Albrecht die Kunstgewerbeschule in Innsbruck, welche er mit kriegsbedingter Unterbrechung 1946 abschloss. Anschliessend folgte das Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er u.a. Schüler von Herbert Böckl und Fritz Wotruba war.

Seine künstlerische Karriere begann primär mit dem in den 1960er erhaltenen Auftrag zur Gestaltung der monumentalen Portalplastik bei der Zisterzienserabtei Mehrerau. Weitere grosse Aufträge im öffentlichen Raum folgten, darunter auch eine grosse Bronze vor dem Juridicum, Wien.

Albrecht arbeitete primär mit Stein und Bronze, wobei er diesen Materialien bis zu seinem Lebensende treu blieb. Die formale Umsetzung seiner Arbeiten orientiert sich hierbei an pathologischen Formen wie ein Torso oder Kopf. Dabei spielt für ihn die Erfahrung des Kubismus, jedoch auch die der klassischen und vorklassischen Skulptur, wie dies an einzelnen Stücken deutlich wird, eine grosse Rolle. Obwohl Albrecht von Block und Kubus ausging, so hat er sich doch von dieser Position entfernt. Aus den elementaren Körperlandschaften mit differenzierten, ineinander verschobenen Formen, die manchmal vegetativen Charakter annehmen und einer komplizierten Lichtregie gehorchen.