Umkehrung, 2015/2016
Gemälde: huile sur toile, térébenthine, dammar, pigments, Unikat
Masse: 200 x 150 cm
Die Familie Rütjer Rühles stammt aus Danzig, Rühle wuchs in Erlangen auf. Von 1955 bis 1963 war er Schüler von Christian Klaiber, der seinerseits Schüler von Henri Matisse und Fernand Léger gewesen war. Von 1963 bis 1966 studierte Rühle an der Hochschule für Bildende Künste Berlin (heute UDK). Nach langen Arbeitsaufenthalten in Andalusien, Paris und Köln ließ er sich 1975 in Vincennes nahe Paris nieder. Er ist heute französischer Staatsbürger.
Mitte der 1970er Jahre entwickelte Rühle eine besondere Maltechnik für seine meist großformatigen Leinwände. Dazu bediente er sich großer Holzplatten und roher Bretter, mit denen er pastose Farbe auf die Leinwand drückte. Nach dem Abnehmen der Platten blieben Abdrücke der Plattenstruktur sichtbar und es entstanden Abrissspuren, die den Gemälden, neben intensiven Farbwerten, eine starke Oberflächentextur verleihen. Rühles Werk ist in zahlreichen bedeutenden Sammlungen vertreten, wie dem Fonds National d’Art Contemporain Paris, dem Musée d’Art Moderne Centre Georges Pompidou, dem Kunstmuseum Liechtenstein, der Collection Peter Stuyvesant Amsterdam, dem Ludwig Museum Budapest BRED und der Sammlung Ludwig Aachen Stadt Erlangen.